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Modifikation einer Canon Powershot G3 zur reinen IR-Kamera

Benötigte Werkzeuge und Materialien

Die folgenden Werkzeuge sind unerlässlich:

  • Kleiner Kreuzschlitzschraubendreher (Phillips Schraubendreher)
  • Torx Schraubendreher Größe 3
  • Pinzette

Darüberhinaus benötigt man das folgende Material:

  • Glas 11 x 12 x 2,1 mm als Ersatz für den Tiefpassfilter (1)
  • Silikonkleber mit Dosierspitze

Die Operation

Zunächst musste die Kamera auseinandergenommen werden. Die Kamera ist hinter der Optik gestaffelt aufgebaut, sodass mit dem hinteren Gehäusedeckel begonnen werden muss.

Die meisten Gehäuseschrauben haben unterschiedliche Längen, sodass sehr genau darauf zu achten ist, wo welche Schrauben herkommen!

Neben dem Okulareinblick sind zwei Schrauben mit dem Kreuzschlitzschraubendreher zu lösen:

Dann sind zwei Schrauben auf der Unterseite der Kamera zu lösen:

Auf der linken Gehäuseseite reicht es, eine Schraube unterhalb der Gurtöse zu entfernen:

Auf der rechten Seite muss der Speicherkartenschacht geöffnet werden. Die dort befindliche obere Schraube ist zu entfernen:

Danach ist der Monitor herauszuklappen (am besten mit dem Monitor nach vorn), damit die Gehäuseschale abzunehmen ist:

Es kommt die Hauptplatine mit dem Signalprozessor DIGIC zum Vorschein.
Insgesamt 7 Steckverbindungen führen auf die Oberseite der Platine.

Die Verbindung links oben (1), sowie recht unten (2) sind durch blaue Kunststoffklemmen gegen Lösen gesichert. Die drei unteren Steckverbindungen (3-5) haben dunkelgraue Schieber, die in Richtung des Kabels zu lösen sind. Dann können die Kabel aus den Steckverbindungen gezogen werden. Die beiden Steckverbindungen rechts oben (6 und 7) lassen sich von der Platine abhebeln.

Danach kann die Platine durch Lösen der zwei Schrauben links oben und rechts unten herausgelöst werden:

Die Platine hat immer noch eine Kabelverbindung zum Monitor und ist daher nur nach links herauszuklappen. Sie ist gut auf dem umgedrehten Monitor abzulegen:

Der Sensor und die daneben liegenden Teile sind durch eine Kunststoffabdeckung gegen die Unterseite der Platine isoliert.
Diese ist mit einer Kreuzschlitz-Schraube fixiert. Nachdem sie gelöst ist, kann die Abdeckung vorsichtig nach unten links herausgezogen werden. Zu beachten ist deren Lage rechts oben, wo sie in das Kameragehäuse hineingefaltet liegt.

Endlich liegt der Sensor frei. Er ist mit drei Torx-Schrauben der Größe 3 gesichert. Zudem sind die Schrauben und die Befestigungslaschen mit Schraubenkitt fixiert, der zunächst weitestgehend zu entfernen ist.

Nach dem Lösen der Schrauben kann der Sensor vorsichtig aus dem Gehäuse gehoben werden. Am besten lagert man ihn staubdicht.

Unter den Sensor-Befestigungslaschen sind drei kleine Unterlegscheiben (rote Pfeile) und zwei Federn (blaue Pfeile), die zu entnehmen sind damit sie nicht ins Gehäuse fallen.
Dazwischen liegt der Tiefpassfilter, gut an seiner blau-türkisen Farbe zu erkennen:

Der Filter ist ebenfalls mit Kitt fixiert. Er sollte vorsichtig herausgehebelt werden, um keinen Glassplitter ins Gehäuse zu bekommen.

Der Filter meiner Kamera hat die Abmessungen 12 x 11 x 2,1 mm.

Danach liegt das Objektiv frei:

Nun muss nur noch das Glas eingesetzt werden, wobei darauf geachtet werden muss, dass kein Staub in die Kamera kommt.
Danach wird der ganze Vorgang in umgekehrter Reihenfolge abgearbeitet, um die Kamera wieder zu montieren. Bevor der Gehäusedeckel festgeschraubt wird, ist eine Funktionsprüfung der Schalt-Elemente zu machen. Also Batterie und CF-Karte einsetzen und die Kamera einschalten. Sollte die Schaltwippe auf der Rückseite nicht funktionsfähig sein, so kann die Kabelverbindung 1 schief eingesetzt sein.

Viel Erfolg und Spaß mit der umgebauten G3 - der G3mod.

(1) Ein geeignetes Ersatzglas in der Dicke von 1,8 mm, wie ich es verwendet habe, ist über einen Uhrmachermeister in Bardowick zu beziehen:
Juwelier Stein
Herr Gerstenkorn
Pieperstraße 3
21357 Bardowick
Tel.: 04131 12300

 

 
 
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